Keith Tynes
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BIOGRAFIE · THE JOURNEY

Ein Leben.
Viele Klangfarben.

Miami, New York, Amsterdam, Berlin. Jede Stadt steht für einen Neuanfang – die Musik verbindet sie alle.

DIE ANFÄNGE

Miami: eine eigene Sprache

Schon mit vier bis fünf Jahren spürt Keith, dass Musik sein Leben prägen wird. In der ersten Klasse singt er vom Büro des Schulleiters aus „Das Vaterunser“ und „The Star-Spangled Banner“ über die Lautsprecheranlage für die ganze Schule. Für ihn ist das die Entdeckung seiner Bestimmung.

In seiner Heimatstadt Miami erhält er die ersten Gesangsstunden. 1976 schließt er sein Musikstudium bei Lina Maddaford an der University of Miami ab. Bereits während des Studiums wird er von der Miami Beach Symphony und der Miami Opera Guild engagiert. Zu seinem Bühnenrepertoire gehören „Macbeth“, „La Traviata“, „La Bohème“, „Madame Butterfly“, „Tosca“ und „Porgy and Bess“.

Seine Ausbildung öffnet ihm den Weg in sehr unterschiedliche musikalische Welten. Soul, Klassik, Jazz, Blues, Gospel, Pop und Broadway-Musicals gehören bis heute zu seinem Selbstverständnis als Sänger.

Keith als kleiner Junge am Klavier
Ein früher Anfang am Klavier.

NEW YORK · 1970ER UND 1980ER JAHRE

Die großen Bühnen

New York wird ein wichtiger Schritt in Keiths Künstlerleben. Ab Juli 1979 gehört er zu den Hauptdarstellern von „A New York Summer“ in der Radio City Music Hall. Weitere Musical- und Showengagements führen ihn mit „Show Boat“ sowie „I Love New York“ durch die USA. Als Solist steht er außerdem in der „Twilight Show“ im Opryland auf der Bühne.

Sein erstes europäisches Engagement führt ihn 1980 ins Queen Alexandra House in London. Von 1981 bis 1985 singt er als erster Tenor in „The Platters Golden Hits Revue“ und gastiert in Städten der USA und Europas.

Die Revue gehört zu den späteren Formationen in der Geschichte der Platters. Aus dieser Zeit stammt die enge Verbindung, die viele Fans zwischen Keith und „Only You“ herstellen. „Mr. Only You“ ist bis heute einer ihrer Namen für ihn.

AB 1985

Amsterdam und der eigene Weg

Nach der Zeit mit den Platters und Engagements mit „The Band of Gold“ zieht Keith 1985 von New York nach Amsterdam. Er setzt seine Karriere als Solokünstler fort und tritt in Europa und den USA auf. Im Mai 1985 gastiert er im Kleine Komedie Theater in Amsterdam mit Donna Lynton als Stargast. 1985 und 1986 ist er bei der Miss-Switzerland-Wahl zu erleben.

Im Oktober 1986 produziert er „Where Are Those Old Melodies“. Aufnahmen mit einem Chicagoer Orchester und die Zusammenarbeit mit Textern und Produzenten erweitern seine Studioarbeit. Eine frühe Aufnahme von „Where I Belong“, geschrieben von Gary Fry, ist auf der Medienseite zu hören.

Im Sommer 1987 singt er im Vorprogramm von Gloria Gaynor auf Zypern. Eine erhaltene Einladung dokumentiert den Auftritt am 18. Juli 1987 im Limassol Municipal Gardens Theatre. Tourneen führen ihn auch nach Finnland, Schweden, Österreich und in die Schweiz.

Mit „One Night on Broadway“ und „Broadway, Broadway!“ ist Keith 1989 und 1991 als einer der Hauptdarsteller in Deutschland und der Schweiz unterwegs. Die Verbindung aus Gesang und Unterhaltung bleibt ein wesentlicher Teil seiner Arbeit.

1993–2000

Gospel, Liebe und eigene Lieder

1993 beginnt ein neues Kapitel als Gospel-Solist. Zwischen 1993 und 1999 entstehen vier eigene Gospel-CDs: „Keith Tynes, Live! – We Shall Overcome“ (1993), das Weihnachtsalbum „Go Tell It on the Mountain“ (1994), „The Message Is Love“ (1997) und „I Believe“ (1999).

„The Message Is Love“ trägt den Namen seiner eigenen Komposition. Ihr Gedanke ist einfach: Auch wenn Zeiten hart sind, bleibt die Liebe. „Angels Are Around Us“, ein eigener Song von 1999 auf „I Believe“, widmet Keith den Freunden, die ihm zur Seite stehen. Zu den Alben und Aufnahmen ↗

Seine Gospel-Tourneen führen durch Deutschland, die Niederlande, Österreich und die Schweiz. Bei einem Benefizkonzert für „Human Leben mit Aids e. V.“ steht er mit Solisten des Theaters des Westens in Berlin auf der Bühne.

Im September 1995 singt Keith in Singapur, unter anderem vor dem Präsidenten und seiner Frau. 1998 tritt er mit den Weather Girls bei einem Open-Air-Konzert in Amsterdam auf. Im Oktober 1999 folgen Konzerte in Johannesburg und Kapstadt. Im März 2000 kehrt er für zwei Benefizkonzerte der Organisation „Reach for a Dream“ nach Südafrika zurück.

BERLIN · AB 2001

Eine neue Heimat. Eine eigene Band.

Nach Auftritten mit seinem Soul- und Pop-Programm in Berliner Bars im November 2000 zieht Keith 2001 von Amsterdam nach Berlin. Die Stadt wird sein Zuhause und Ausgangspunkt weiterer internationaler Engagements.

Im November 2001 ist er beim Berliner Jazzfestival zu erleben; 2002 folgt das Köpenicker Jazzfestival mit „The Berlin Black Blues Connection & The Three Tenors“. Auch „Jazz goes Gospel“ mit Jocelyn B. Smith gehört zu seinen musikalischen Begegnungen.

In dieser Zeit entsteht die Keith Tynes Band. Die Präsentationsmappe beschreibt den Aufbau der großen Formation im Dezember 2002. Bläser, Rhythmusgruppe und Backgroundgesang geben Keith Raum für Soul, Jazz, Funk und Gospel. Für ihn zählen musikalische Flexibilität, Improvisation und die Freude am Zusammenspiel.

Im Juli 2003 tritt er mit Queen Yahna beim Sommerball des hessischen Ministerpräsidenten in Berlin auf. Ab 2004 folgen Jazzclub- und Galaengagements in Deutschland, darunter die Eröffnung des BMW-Verkaufshauses am Kurfürstendamm. Im Dezember 2004 singt er mit seinem zwölfköpfigen Gospelchor bei einem Weihnachtskonzert im Berliner Dom vor 1.500 Gästen.

2006–2015

Musik, die weiterführt

2006 erscheint Keiths deutschsprachige Aufnahme „Die Nacht weint … wenn Sterne fallen“. Sie entsteht als Auftragsarbeit zur Autobiografie „Wenn Sterne fallen“ von Tina Rainford – eine Hommage an die Sängerin und ihr Leben. Im Dezember desselben Jahres steht Keith mit Nina Hagen und Monrose beim Benefizkonzert „Charity 4 Peace“ in Schüttorf auf der Bühne.

2007 ist er Sänger und Jurymitglied bei der Miss-Deutschland-Wahl in Ägypten. Mit seiner Band gestaltet er die Teddy-Award-Verleihung während der Berlinale. Für einen Werbespot des Suzuki Swift nimmt er „You’ll Never Walk Alone“ auf; im Mai 2007 erscheint der Song als Single.

Als Moderator und Sänger ist Keith im Oktober 2007 bei Miss Intercontinental auf den Seychellen sowie im Januar 2008 bei Top Model of the World zu erleben. 2009 wird er erneut als Juror nach Minsk eingeladen und singt dort auch beim Präsidentenball.

Im Juli 2010 singt Keith beim Berliner Konzert von Stevie Wonder im Background-Chor. 2012 und 2013 tritt er in Berlin als Support Act für Keith Sweat auf. Im Juli 2013 begegnen sich Soul und Rock bei einem gemeinsamen Auftritt mit Joe Lynn Turner im Jagger in Berlin.

2015 präsentiert er „The Platters and more“ im Berliner Estrel auf der Bühne von „Stars in Concert“. Mit Bigband und dem Tanzpaar Robert Beitsch und Anastasia Bodnar führt die Show von der Musik der Platters zu seinen eigenen Interpretationen weiterer Hits.

AB 2018

Neue Orte, vertraute Verbindung

Seit 2018 gehören Sommerkonzerte auf der Freilichtbühne an der Zitadelle Spandau und Weihnachtskonzerte im Gotischen Saal zu den in seiner Präsentation beschriebenen Berliner Stationen. Auch Zig Zag Jazz Club und Loci Loft sind Teil seiner Konzertgeschichte mit Band.

Im Februar 2021 zieht es Keith für einige Monate nach Puerto Vallarta in Mexiko. Dort organisiert er eigene Konzerte und tritt unter anderem in „The Palm“ und „Act2PV“ auf. Im Juni 2021 eröffnet er die Konzertsaison im Club Zante auf Zypern; daraus entsteht die Einladung zu einer Konzertreihe.

Mit Daniel De La Fuente verbindet Keith eine enge Freundschaft. Er hat Daniel schon als jungen Mann auf seinem musikalischen Weg unterstützt. Ihre gemeinsame Aufnahme von „Only You“ liegt als Main Mix und Ballad Mix vor. Beide Versionen sind auf der Medienseite verlinkt.

Für die Zukunft wünscht Keith sich neue Aufnahmen, am liebsten mit einem Orchester. Auch der Gedanke an eine Autobiografie begleitet ihn. Im Oktober 2026 freut er sich auf die Rückkehr ins A-Trane nach über zwanzig Jahren, um seinen 72. Geburtstag mit Musik, Freunden und Publikum zu feiern. Zu den aktuellen Konzerten ↗

PURE & PERSONAL

Der Mensch hinter der Stimme

Keith beschreibt sich als gesellig, einfühlsam und sensibel. Sein Glaube ist eine persönliche Kraftquelle. Musik bedeutet für ihn, Gefühle zu teilen und Menschen mit Gedanken von Liebe, Hoffnung und Menschlichkeit zu erreichen.

Besonders berührt hat ihn die Begegnung mit einer Konzertbesucherin, die er während eines Gospelkonzerts zum Mitsingen einlud. Ihre Stimme bewegte ihn und das Publikum; daraus entstand eine lange Freundschaft. Auch sein Gospelkonzert am 11. September 2001 in Deutschland bleibt ihm wegen des Gefühls der Solidarität mit dem Publikum in Erinnerung.

Abseits der Bühne trifft er Freunde, besucht Konzerte, kocht und reist. Gute Musik gehört auch beim gemeinsamen Essen dazu. Filme – von Liebesgeschichten bis zu Dokumentationen – und das Kennenlernen anderer Kulturen bereichern seinen Alltag. Kleine unerwartete Freuden für andere zu schaffen, macht ihn selbst glücklich.

Freunde sind für Keith Familie: Menschen, die sein Leben miterleben, ihm Halt geben und für die er ebenso da sein möchte. Inspiration findet er im Gespräch und im Zuhören. Zu seinen musikalischen Einflüssen zählen unter anderem Mahalia Jackson, Sam Cooke, Sarah Vaughan, Ella Fitzgerald, Stevie Wonder, Aretha Franklin, Patti LaBelle und Kim Burrell.

„Musik ist ein Lebensstil. Sie durchdringt jeden Teil meines Lebens.“Keith Tynes · persönliches Interview

AUS DER PRÄSENTATION

Bühnen und Referenzen

Keiths Laufbahn umfasst Musical, Oper, Clubkonzerte, Festivals, Galas und Studioarbeit. Die folgenden Namen ergänzen die ausführlich erzählten Stationen.

Musik & Begegnungen

The Platters Golden Hits Revue · Gloria Gaynor · The Weather Girls · Jocelyn B. Smith · Angelika Milster · Stevie Wonder (Background-Chor) · Keith Sweat (Support Act) · The Berlin Black Blues Connection & The Three Tenors.

Bühnen & Veranstaltungsorte

Radio City Music Hall · Berliner Dom · Estrel Berlin · Zitadelle Spandau · Zig Zag Jazz Club · Loci Loft · The First Berlin · Soultrane · unique MusicLounge · Kleine Komedie Amsterdam · Snobs Nightclub Amsterdam · Queen Alexandra House London · Studio 54 New York · Hilton New York · Waldorf Astoria New York · Cottonclub Freddy’s New York · Candlelight Club New York · Grand Final Miami · Joseph Caleb Auditorium · Gusman Hall · Club Le Petit Prince Zürich · Club Rolls-Royce Zürich · Hotel International Zürich · Holiday Inn München · Rhein-Park Hotel Düsseldorf.

Veranstaltungen & Auftraggeber

Berlinale / Teddy Award · Berliner und Köpenicker Jazzfestival · Evangelischer Kirchentag · Hessische Landesregierung · Rosenball Düsseldorf · Miss Deutschland · Miss Intercontinental · Miss Switzerland · Top Model of the World · Coca-Cola · Müller Markt · Audi · BMW · Viking Line · Winterball des Personalrates der Justizvollzugsanstalt.

Erzählt auf Grundlage von Keiths persönlichen Antworten und seiner Präsentationsmappe. Weiterführend: Keith Tynes auf Wikipedia ↗.